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Probandinnen und Probanden für Trainingsstudie gesucht!

Neuartige Seilroboter helfen Menschen mit inkompletter Rückenmarksverletzung beim Wiedererlernen des Gehens

 

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Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse im klinischen Alltag umsetzen

Neuste Studien zeigen, dass ein Gehtraining auf dem Boden zu einem erhöhten Rehabilitationserfolg führen kann [1]–[3]. Dafür muss das Training allerdings anspruchsvoll und vielseitig sein, damit die Patienten so aktiv wie möglich mitarbeiten können. Funktionelles Gehen beinhaltet vielerlei unterschiedlichste Gehfunktionen wie Laufen auf unebenem Untergrund, abwärts und aufwärts gehen, Treppensteigen oder Hindernissen ausweichen. Alle diese Situationen können mit Körpergewichtentlastungssystem, welche freies Laufen im Raum ermöglichen, simuliert werden. Da der Patient während dem Training durch eine Art Fallschirmgurt mit dem Körpergewichtentlastungssystem verbunden ist, kann er seine Arme und Beine frei bewegen.

Ein Training, dass dem Alltag entspricht

Die Eigenschaften des Seilroboters ermöglichen ein individuelles, aufgabenbezogenes Gehtraining. Zudem erfolgen die Trainingseinheiten in einer sicheren Umgebung, da Stürze durch das System erkannt werden. Sobald eine schnelle vertikale Beschleunigung in Richtung Boden erkannt wird, bremst das System sanft ab. So können auch Bewegungsabläufe, die ohne Unterstützung beziehungsweise Körpergewichtentlastung nicht möglich wären, geübt werden.

Mit Virtual Reality auf spielerische Weise das Gehen wieder lernen

Verglichen mit einem körpergewichtentlasteten Gehtraining auf dem Laufband entsprechen die Trainings mit den neuen Seilrobotern (FLOAT) realen Alltagsituationen. Eine zusätzliche Innovation beinhaltet den Einsatz der virtuellen Realität während Gehtrainings. So können unterschiedlichste Spiel-Szenarien auf dem Boden projiziert werden, die verschiedene Aspekte des Laufens trainieren. Die spielerische Interaktion der Virtual-Reality-Technologie ermöglicht den Patienten ein motivierendes Trainingserlebnis.

Aktuell läuft am Balgrist eine neue wissenschaftliche Studie, bei der es darum geht zu untersuchen, ob körpergewichtentlastetes Gehtraining mit dem FLOAT wirkungsvoller ist als ein konventionelles körpergewichtentlastendes Gehtraining auf dem Laufband.

Für diese Studie werden Personen mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung gesucht.

 

Weitere Informationen zu dieser Studie, wie Einschlusskriterien, finden sie hier:

PDF (PDF, 228 KB)

 

Referenzen:

[1]          E. C. Field-Fote, S. D. Lindley, and A. L. Sherman, “Locomotor training approaches for individuals with spinal cord injury: A preliminary report of walking-related outcomes,” J. Neurol. Phys. Ther., 2005.

[2]          K. E. Musselman, K. Fouad, J. E. Misiaszek, and J. F. Yang, “Training of Walking Skills Overground and on the Treadmill: Case Series on Individuals With Incomplete Spinal Cord Injury,” Phys. Ther., 2009.

[3]          M. Wessels, C. Lucas, I. Eriks-Hoogland, and S. De Groot, “Body weight-supported gait training for restoration of walking in people with an incomplete spinal cord injury: A systematic review,” in Assistive Technology Research Series, 2010.